Kathrin Huser-Naturkathrin.ch

Wie es dazu kam

Bereits als ich in die 5. Klasse ging wusste ich, dass ich Mittelstufenlehrerin werden möchte. Alle Lehrpersonen, welche ich ab dann hatte, wurden von mir genauestens beobachtet und ich führte Listen mit praktischen Arbeits- und guten Umgangsformen, welche ich dann auch mal anwenden werde, wenn es endlich soweit sein wird. Gleichzeitig merkte ich mir auch, welche Vorgehensweisen ich bestimmt nicht übernehmen werde.
Als ich dann im Jahr 2000 endlich voller Freude und Elan meine erste 5. Klasse übernahm, war es neben ganz vielen tollen Erlebnissen mit meinen Schüler: innen, nicht nur ein totales Aufgehen in der neuen Rolle, auf die ich mich so lange gefreut hatte, sondern auch ein Sprung ins kalte Wasser. Wie man mit seinen Ressourcen umgeht oder mit zu hohen Erwartungen von aussen, aber auch von innen, war nie Thema während meiner Ausbildung und in meinem sonstigen Leben auch nicht. So hörte ich, wie bereits während der für mich harten und strengen Zeit am Gymnasium, wieder nicht auf meine Bedürfnisse und die Warnzeichen meines Körpers, sondern tat, was aus meiner Sicht getan werden sollte. Ich liebte die Arbeit mit den Kindern und ging darin auf, endlich Wissen vermitteln zu dürfen und meine eigene Klasse zu haben. Für den Unterricht war ich stets gewissenhaft vorbereitet und versuchte ihn so spannend und gut rhythmisiert wie möglich zu gestallten. Es war mir nicht bewusst, dass ich mir den grössten Druck von allen machte. Ich dachte, dass das so von mir erwartet wird. Eine Zeit lang glaubte ich sogar, dass man als Lehrerin alles wissen muss, damit man den Schüler: innen auch jede Frage beantworten konnte. Dies natürlich noch zu Zeiten, als es kein Internet im Schulzimmer gab.
Bereits in meinem ersten Jahr als Lehrerin waren mein Nacken und meine Schultern regelmässig verspannt und ich hatte oft Kopfschmerzen. Dies wurde immer schlimmer, weil ich die Symptome nicht ernst nahm und sie zur Seite schob um zu funktionieren. Meine Beschwerden wurden mit den Jahren so stark, dass ich nur noch mit Schmerzmedikamenten unterrichten konnte und zuhause nach der Arbeit nicht mal mehr am Tisch essen konnte, weil ich keine Kraft mehr hatte, meinen Kopf zu halten. Ich musste ihn anlehnen für den Rest des Abends. Ausgang wie Kino, Theater, Restaurant… lagen schon lange nicht mehr drin. Dann endlich machte ich auch bei meinem Arzt mehr Druck, dass sich etwas ändern muss und die Medikamente mir nicht wirklich helfen mein Leben zu meistern. So durfte ich eine 2-wöchige Schmerztherapie machen, gefolgt von vielen Jahren Physiotherapie. In diesen Jahren absolvierte ich, zusätzlich zu den verschriebenen Therapien, viele verschiedene Kurse in den Bereichen Körperwahrnehmung, Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit und insbesondere Entspannung.
Heute bin ich meinem Körper einfach nur dankbar, dass er mich nach so vielen Jahren im Aussen leben endlich zu mir selbst geführt hat und mich gezwungen hat herauszufinden, was mir guttut, statt es immer nur allen anderen recht zu machen. Die vielen Kurse, Trainings, meine Ausdauer und mein Wille, mein Leben nachhaltig zu verändern haben mir ein neues Leben geschenkt. Das Unterrichten hat mir danach auch endlich so Spass gemacht, wie ich es mir immer gewünscht hatte.
Als ich dann 2020 eigentlich nur für mich persönlich die Ausbildung zum Coach in positiver Psychologie absolvierte, konnte ich während dem Lockdown in der Coronazeit mit meinem Wissen ein paar Bekannten helfen, besser durch diese Zeit zu kommen. Als mir dann jemand sagte, dass ich mit meiner Erfahrung in diesem Bereich unbedingt noch anderen Menschen helfen soll, war mir plötzlich klar, dass es mir ein Anliegen ist, mein Wissen zu diesem Thema weiterzugeben.
Mein Herzenswunsch ist es, auch anderen durch neues Bewusstsein, den Zugang zu sich selber und den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu ermöglichen. Sich nicht mehr im Aussen zu orientieren, sondern die Lösungen in sich selbst zu suchen und zu finden. Sie dabei zu unterstützen, alte und einschränkende Muster zu lösen, sich weniger Sorgen zu machen, mit Herausforderungen gelassener umzugehen und mit gutem Gewissen ihr Leben zu leben und dadurch wieder viel mehr Energie und Lebensfreude zu haben.
Im ersten Jahr meiner Selbständigkeit erteilte ich hauptsächlich Entspannungskurse in der Natur. Daher stammt auch der Name meiner Homepage (www.naturkathrin.ch). 
Aktuell führe ich hauptsächlich Kurse mit Lehrteams durch oder berate Lehrpersonen im Einzel Coaching, da ich hierbei als doppelte Fachperson wahrgenommen werde von meinen Klient: innen. Einerseits in den Bereichen Schule, Unterrichtsorganisation, Umgang mit schwierigen Schulsituationen und andererseits in den Bereichen Stressmanagement, Selbstfürsorge, mentale Stärke, Positivität und Gelassenheit. 
Vereinzelt leite ich auch Teamanlässe in Firmen oder für private Gruppen.  
Ausserdem unterrichte ich noch in einem kleinen Pensum an der Mittelstufe. In meinem Unterricht hat die Stärkung jedes einzelnen Kindes höchste Priorität. Die mentale Gesundheit, der Kinder und Jugendlichen liegt mir sehr am Herzen. 

Ausbildung und Kurse

Worauf es im Leben wirklich ankommt :
Am meisten habe ich durch meine eigene Lebensschule gelernt, zusätzlich sind mir meine Wahrnehmung, mein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und meine Erfahrungen im Umgang mit Menschen, beim Erteilen meiner Kurse von grossem Vorteil.

Ausbildung:

  • Primarlehrerin 2000 (mehr als 25jährige Erfahrung im Unterrichten)
  • Ausbildung zum Coach in positiver Psychologie 2020
  • Mentorin von Student:innen der Pädagogischen Hochschule 
  • Begleitung von Junglehrpersonen "Fachbegleitung am Arbeitsort"
  • Beratung und Begleitung der Elternschaft meiner Schulkinder 


Erfahrungen aus diversen Kursen:

  • Selbstwirksamkeit
  • Meditation (MBSR: Mindfulness-Based Stress Reduction)
  • Achtsamkeit
  • EFT (Emotional Freedom Techniques)
  • TRE (Tension and Trauma Releasing Exercises)
  • inneres Kind heilen
  • Wim Hof Methode (Atmung/Mindset/Eisbaden)
  • Selbstmitgefühl und Selbstliebe
  • PME (Progressive Muskelentspannung)
  • Pilates
  • Yoga
  • Qi Gong
  • Bodyscan
  • HSP (Hochsensibilität) Heimkommen zu dir


Zusammenarbeit mit:

  • ZKM (Zürcher kantonale Mittelstufe)
  • VKZ (Verband Kindergarten Zürich)
  • ZAL (Zürcher Arbeitsgemeinschaft Lehrpersonenweiterbildung)


Meine Meinung: 

  • Zum Coach ist man berufen, das kann man sich nur begrenzt durch lernen aneignen.